Am 16. Dezember 2022 fand im Pentagon eine Pressekonferenz statt, bei der es um den Stand zum UAP-Büro AARO ging und wo Understaatssekretär Ronald Moultrie vom Verteidigungsministerium sowie Dr. Sean Kirkpatrick als Direktor von AARO Fragen beantworteten. Moderiert wurde das Ganze von der Pentagon-Sprecherin Sue Gough. Das Ganze fand durchaus Interesse, da zu dem Zeitpunkt der angekündigte öffentliche Bericht noch nicht vorlag. Allerdings brachte die Pressekonferenz dazu keine bahnbrechenden Erkenntnisse und nur wenig Neues. Die Antworten waren überwiegend recht allgemein gehalten oder verwiesen auf den kommenden Bericht, dem sie nicht vorgreifen wollten.

Wir möchten an dieser Stelle eine Auszüge übersetzt zitieren. Am Ende gibt es das originale Transkript der Pressekonferenz zum Nachlesen.

Am 12. Januar 2023 war es endlich soweit, der lange erwartete, jährliche UAP-Bericht des Office of the Director of National Intelligence (ODNI) wurde veröffentlicht, nachdem dieser bereits für den 31. Oktober 2022 angekündigt war. Nach der vorläufigen Beurteilung zu UAP aus dem Jahr 2021 war dies der zweite Bericht der vom ODNI zum Thema UAP herausgegeben wurde. Der National Defense Authorization Act für das Geschäftsjahr 2022 verlangte vom Director of National Intelligence, in Absprache mit dem Verteidigungsminister, dem Kongress einen Jahresbericht über nicht identifizierte Luftphänomene vorzulegen. ODNI legte dem Kongress Im Oktober den klassifizierten Jahresbericht vor und veröffentlichte nun den nicht klassifizierten Jahresbericht.

Die Erwartungen waren naturgemäß ganz unterschiedlich, wurden aber insgesamt enttäuscht. UFO-Enthusiasten und Alien-Ufologen bekamen keine Enthüllungen oder Offenbarungen über geheimes Wissen der Regierung oder sensationelle Sichtungen, aber auch die eher sachlich-kritische UFO-Forschung hat sich inhaltlich doch etwas mehr erwartet, hinsichtlich bisheriger Ergebnisse. Der Bericht umfasst gerade mal 12 Seiten, plus Titelseite, und enthält letztlich keine konkreten oder detaillierten Angaben über die bislang untersuchten UAP-Vorfälle oder irgendwelche konkreten Erkenntnisse daraus. Der Großteil des Berichts beschreibt Arbeit des UAP-Büros AARO, Verfahrensfragen, spricht darüber, welche Abteilungen beteiligt sind, und plant eine bessere Berichterstattung und Untersuchung. Das mag wichtig und toll sein, aber was ist mit den eigentlichen Ermittlungen? Lediglich zusammenfassende Angaben zu den bislang gesammelten Berichten sind enthalten sowie allgemeine Ausführungen bzw. vorläufige Annahmen zu UAP.

Das bislang nur als eine Schwarzweiß-Kopie in schlechter Qualität bekannte Calvine UFO-Foto aus dem Jahr 1990 gelangte zu neuer Berühmtheit, nachdem der britische UFO-Forscher Dr. David Clarke einen bislang unbekannten Fotoabzug jenes Fotos erhielt, das die Szenerie in deutlich besserer Qualität zeigt. Im Anschluss berichteten mehrere Medien darüber und auch weil manche, wie Clarke, die das bislang eher als Schwindel ansahen, es nunmehr als eher authentisch betrachten, steht der Fall aktuell wieder im Fokus der Diskussion. Die Seite UAPMedia UK widmet dem Foto eine eigene Seite und es gibt bereits eine erste Analyse des neuen Fotos, das zwar eine nachträgliche Manipulation verneint, jedoch Größe und Entferung nicht eindeutig bestimmen kann. Dan Zetterström (Twitter @TheZignal) hat eine hochauflösende Version des Fotos bereitgestellt.

Gemäß der Pressemitteilung des US-Verteidigungsministeriums vom 20. Juli wurde die Ende November 2021 angekündigte neue UAP-Arbeitsgruppe AOIMSG ("Airborne Object Identification and Management Group") in "All-domain Anomaly Resolution Office" (AARO, auf deutsch: Büro zur Auflösung von Anomalien in allen Domänen) umbenannt, bei gleichzeitiger Erweiterung der Zuständigkeiten. Domäne bezeichnet einen abgegrenzten Bereich bzw. Raum und bezieht sich hier auf die Domänen Unterwasser, Atmosphäre und das Weltall. Zum Direktor der AARO wurde Dr. Sean M. Kirkpatrick, zuletzt Chefwissenschaftler am Missile and Space Intelligence Center der Defense Intelligence Agency, ernannt.

Am 09. Juni gab die NASA in einer Presseerklärung die Einrichtung einer Arbeitsgruppe bekannt, die ab dem Herbst diesen Jahres unidentifizierte Luftraumphänomene “… die nicht als Flugzeuge oder bekannte Naturphänomene identifiziert werden können - aus wissenschaftlicher Sicht…” untersuchen soll. Die entsprechende Studie soll über einen Zeitraum von etwa 9 Monaten laufen. Der Schwerpunkt der Studie liegt dabei auf der “... Ermittlung verfügbarer Daten, [der] Frage, wie künftige Daten am besten erhoben werden können, und [der] Frage, wie die NASA diese Daten nutzen kann, um das wissenschaftliche Verständnis von UAPs voranzubringen.”. In Betracht kommen Daten “… von Zivilisten, Behörden, gemeinnützigen Organisationen und Unternehmen...”.

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