Bei der Beurteilung und Diskussion von UFO-Sichtungen stehen neben den Aussagen und Interviews von Zeugen insbesondere auch deren ggf. angefertigten Zeichnungen und Skizzen im Mittelpunkt, da diese die Wahrnehumg des Zeugen am besten wiedergeben und für die Untersucher veranschaulichen. Studien im Rahmen des kognitiven Interviews bestätigen auch, dass von Zeugen selbst angefertigte Zeichnungen zum Geschehen, unabhängig von einer Befragung, den Gedächtnisinhhalt am Genauesten wiedergeben, unverfälscht von Fragestellungen eines Interviews und der eigenen Verbalisierung und möglichen Konfabulation (Memon et al. 2010). Die Genauigkeit bezieht sich dabei natürlich auf die Vorstellungswelt und Perspektive des jeweiligen Zeugen, nicht auf die objektive Wirklichkeit.

Ein besonderer Aspekt dabei ist, wenn Vorfälle eine mediale Aufmerksamkeit erreichen und wiederholt bzw. in Zeitabständen erneut aufgegriffen werden und auch in der Literatur ihren Niederschlag finden. Vielfach werden hierzu Zeichnungen von den Zeugen erneut angefertigt oder auch von Autoren nachgezeichnet oder selber auf Beschreibungen hin angefertigt. Die spannende Frage dazu ist, inwieweit verändern sich ggf. Zeichnungen oder weichen voneinander ab? Der bekannte Autor und Forteaner Ulrich Magin hat dies im nachfolgenden Artikel zu Zeichnungen von UFO- und Nessie-Zeugen aufgegriffen. Abschließend findet sich noch eine kleine Ergänzung unsererseits.

Hat das Pentagon zugegeben, dass es UFO-Trümmerteile besitzt und tatsächlich Untersuchungsergebnisse darüber jetzt freigegeben? Zumindest einem aktuellen Bericht zufolge, wonach Untersuchungsergebnisse über außerirdisches Material (Trümmerteile) aus UFO-Abstürzen seitens des US-Verteidigungsministeriums, beruhend auf einer Dokumentenfreigabe nach einer FOIA-Anfrage, jetzt vorliegen würden. Seit der ersten Berichterstattung mit der Offenlegung des Pentagon-Programms AATIP und den inzwischen allseits bekannten Navy-UFO-Videos im Jahr 2017 in der New York Times (NYT) und in der Folge andauernden Berichterstattung rund um diese Ereignisse und weiteren Enthüllungen ist dies eine weitere sensationell anmutende Meldung mit Verbindung zum AATIP-Programm des Pentagons.

Auf dem Portal "The Black Vault" ist seit kurzem eine umfangreiche Dokumentensammlung der CIA zum Thema UFOs zu finden. John Greenewald Jr., der die Webseite betreibt und sich seit Jahren mit UFO-Akten von diversen Behörden und offiziellen Stellen beschäftigt, hat dazu eine CD von der CIA erhalten, dessen gesamten Inhalt er auf seiner Seite zur Verfügung stellt. Seinen Angaben zufolge enthalten die 713 Dateien rund 2800 Seiten. Der CIA zufolge sei dies die komplette Sammlung, was Greenewald jedoch anzweifelt.

Anfang Dezember erschien ein Beitrag von Tim McMillan auf The Debrief, in dem er gewohnt umfangreich und in sachlicher Art und Weise über ein durchgesickertes Foto eines angeblich nicht identifizierten Phänomens im Luftraum, in Form eines von einem Jetpiloten aufgenommenen Foto, berichtet. Seitdem ist dieses Foto Bestandteil teils hitziger Diskussionen im Netz und spaltet mal wieder die UFO-Gemeinde. Aber wie schon die bekannten Navy-Videos ist auch dieses Foto im Grunde wenig sensationell und gibt auch wenig her, was exotische Spekulationen stützt.

Wie bisher schon bei diversen US-amerikanischen Behörden, wie dem FBI oder der US Air Force, gibt es nunmehr auch eine Seite bei der "National Security Agency Central Security Service", NSA CSS, auf der deklassifizierte Dokumente mit UFO-Bezug der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Die freigegebenen Dokumente beziehen sich auf Anfragen zum Thema UFO nach dem Freedom of Information Act, die bei der NSA dazu gefunden wurden:

Die auf der NSA-Seite aufgeführten Dokumente wurden als Antwort auf die zahlreichen Anfragen an die NSA zum Thema Unidentified Flying Objects (UFO) gefunden. 1980 war die NSA an der Zivilklage Nr. 80-1562 „Bürger gegen die UFO-Geheimhaltung gegen die National Security Agency“ beteiligt.

Auf der Seite sind etwa 50 Dokumente gelistet, die im PDF-Format vorliegen und größtenteils älteren Datums sind. Darunter mehrere so genannte "Airgram"-Kurzmitteilungen über UFO-Beobachtungen, einige Dokumente, die sich auf bekannte Themen, wie Blue Book oder den Vorfall im Luftraum über dem Iran 1976, beziehen oder auch allgemeine Beiträge zu UFOs und Außerirdischen. Häufig finden sich auch kopierte Zeitungsartikel, die gesammelt wurden. Gerade letzteres konnten wir auch selber schon feststellen, als eine kleine Delegation kritischer UFO-Forscher 1984 für ein Gespräch beim Führungsstab der Luftwaffe im Verteidigungsministerium eingeladen wurde, darunter Jochen Ickinger von ufoinfo.de und Roland Gehardt. Als der Offizier uns dort dann seine Ordner mit Unterlagen präsentierte, fanden sich darin vorzugsweise ebenfalls Zeitungsberichte, neben dem "Memorandum an die Bundesregierung" des Ufologen Michael Hesemann, was letztlich Auslöser für die Einladung und das Gespräch war.

» Hier geht's zur Dokumentseite bei der NSA «

Interessant ist auf der NSA-Seite auch ein Link zu einer Seite mit Stichworten zu UFOs und verwandten (paranormalen) Themen, anhand derer aufgrund von Anfragen gesucht, jedoch keine Unterlagen (bei der NSA) gefunden wurden ("Commonly Requested UFO Terms for which No Records Have Been Found").

Die recht lange Stichwortliste spiegelt typische Themenbereiche wieder und listet Begriffe wie: Alien Autopsy, Area 51, Bermuda Dreieck, Foo Fighters, Men in Black, MJ12, Philadelphia Experiment, um nur ganz wenige zu erwähnen.

» Zur Stichwortseite ohne vorhandene Informationen «

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